Tropfsteinhöhlen und Felsmalereien

Das prähistorische Erbe der Dordogne

Prähistorische Höhlen, Wandmalereien und geologische Formationen

Höhlen – manche mit Tropfsteinen, andere mit Felsmalereien – gibt es außerordentlich viele im Tal der Dordogne. Dieses reiche Naturerbe können Sie bei Ihrem Urlaub ausgiebig genießen.

Höhepunkte sind die Höhlen von Lascaux und der Gouffre de Padirac . In der Hochsaison sind diese oft überlaufen. Wie gut, dass es noch zahlreiche Alternativen gibt, um die in der Erde verborgenen Schätze zu entdecken.

Die Höhlen von Lacave

Steigen Sie in einen Zug und fahren Sie in das atemberaubende unterirdische Netz von Galerien und Höhlen in den Tropfstein-Höhlen von Lacave. Zwölf unterirdische Kammern warten auf Sie. Die schönste ist die „Wunderhalle“ mit ihrem schimmernden Wasserbecken und Tropfsteinen in vielen Größen und Formen.

Die Höhle von Presque

Diese Höhle liegt in der Hügellandschaft des Dordogne-Tals und sind von den Dörfern Autoire, Loubressac und Saint Céré umgeben. In dieser Höhle befindet sich der höchste Stalagmit Europas mit einer Höhe von stolzen 10 Metern.

Die Höhlen der Wunder

Nach dem schweißtreibenden Besuch von Rocamadour ist es Zeit für eine Erfrischung. Diese finden Sie in der unterirdischen Welt  der „Grottes des Merveilles“ mit verkalkten Säulen und paläolithischen Zeichnungen von Pferden und Hirschen, die auf 20.000 v. Chr. zurückgehen.

Die Höhle von Rouffignac

Rouffignac (oder die Höhle der Hundert Mammuts) ist eines der ausgedehntesten Höhlensysteme im Dordogne-Tal. Es besteht aus einem acht Kilometer langen Netz von unterirdischen Galerien, die auf drei verschiedenen Ebenen verteilt sind. Einige dieser Galerien sind bis zu zehn Meter hoch und zwölf Meter breit. Eine geführte Zugfahrt leitet die Besucher durch die Galerien, um die 250 prähistorischen Zeichnungen und Stiche von Mammuts, Bison, Steinböcken und wolligen Nashörnern zu entdecken, die 13.000 Jahre alt sind.

Wohnstätten der Frühzeit

In Les Eyzies können Sie wichtigste Stätten des Oberpaläolithikums im Dordogne-Tal entdecken. Hier gibt es prähistorische Schätze wie die Tierzeichnungen in Font-de-Gaume, die Gravuren in Les Combarelles, die Skulpturen in Cap-Blanc oder Le Poisson, und die zahlreichen Stalaktiten und Stalagmiten im Grand Roc.

Mindestens ebenso spannend ist La Madeleine, das vor 17.000 Jahren erstmals von halbnomadischen Jägersammlern bewohnt wurde. Die Höhlen wurden außerdem im Mittelalter genutzt. Besonders interessant ist die gotische Kapelle aus dem 15. Jahrhundert mit ihren gut erhaltenen Gewölben und Buntglasfenstern.

La Roque Saint-Christophe wiederum ist 55.000 Jahre alt und die größte Höhlenwohnung Europas. Am Südufer des Flusses Vézère gelegen, verfügt dieser große prähistorische Komplex über fünf verschiedene Ebenen und 100 Höhlenwohnungen, in denen zwischen dem 6. und 16. Jahrhundert bis zu tausend Menschen untergebracht waren.

Diese von Wasser erodierten Hohlräume, in denen zunächst die Neandertaler, später Höhlenbewohner des Mittelalters lebten, wurden später zu einem Dorf mit zahlreichen Befestigungen und Fachwerkbauten ausgebaut. Trotz Zerstörungen im Hundertjährigen Krieg sind bis heute Überreste von Treppen und Durchgängen sichtbar, die die Gebäude miteinander verbanden. So können Sie sich gut vorstellen, wie das Leben in dieser mittelalterlichen Stadt am Berg aussah.

Bitte beachten Sie: In den meisten Höhlen liegt die Temperatur bei etwa 14 bis 16°C. Denken Sie daher daran, warme Kleidung und geschlossenes Schuhwerk mit rutschfester Sohle mitzubringen. Eintrittskarten für die Höhlen Lacave, Presque und Cougnac werden auch in den Büros des Tourismusbüros des Dordogne-Tals verkauft.

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