Dörfer und Städte

Dörfer und Städte wie aus dem Bilderbuch

Fünf der schönsten Dörfer Frankreichs sind in der Region der Dordogne zu finden, außerdem reizende Städte, deren Stadtkern so gut erhalten ist, dass Sie sich wie auf einer Zeitreise fühlen. Selbst wenn Sie lieber einen Aktivurlaub machen: Besuchen Sie unbedingt einige der hier vorgestellten Dörfer und Städte oder die Top-Spots Collonges-la-Roug, Rocamadour und Sarlat.

Fünf der schönsten Dörfer Frankreichs

Lassen Sie sich die Namen auf der Zunge zergehen: Autoire, Carennac und Loubressac heißen die drei als „Schönste Dörfer“ ausgezeichneten Orte im Norden des Lot. Zwei weitere sehenswerte Dörfer liegen im Süden der Corrèze: Collonges-la-Rouge und Curemonte. Alle verschieden, eines schöner als das andere. Und jedes einfach charmant.

Autoire

Autoire ist umrahmt von weißen Klippen, das Ortsbild mittelalterlich geprägt. Natur- und Fachwerkfassaden säumen die engen Gassen. Hier gibt es bezaubernde kleine Geschäfte, die die lokale Kunst und Gastronomie fördern. Etwas oberhalb des Ortes befindet sich das Château des Anglais aus dem 11./12. Jahrhundert. Zwei weitere Schlösser – eines davon umgebaut zu einem Hotel – können Sie direkt in Autoire finden. Etwas oberhalb des Ortes steht die Kirche Saint-Pierre, die über mehrere Jahrhunderte gebaut und gestaltet wurde. Ganz in der Nähe liegen der Talkessel Cirque d’Autoire und ein Wasserfall.

Carennac

Carennac liegt direkt an der Dordogne. Hier gruppieren sich Häuser (zum Teil vier Stockwerke hoch) aus dem 15. und 16. Jahrhundert um die Abtei und Kirche. Das Ortsbild ist mittelalterlich geprägt, im Zentrum können Sie Turmbauwerke und Wehranlagen entdecken. Das bemerkenswerteste Wahrzeichen von Carennac ist die romanische Kirche Saint Pierre mit ihrem kunstvoll geschnitzten Portal.

Loubressac

Loubressac liegt auf einem Felsvorsprung und bietet einen unvergleichlichen Panoramablick über das Bave- und Cère-Tal sowie auf benachbarte Burgen wie das Chateau de Castelnau-Bretenoux. Die mittelalterlichen Häuser aus ockerfarbenem Stein schmücken die engen Gassen und den zentralen Platz des Dorfes. Im Frühling und Sommer bringen zahlreiche Blumen auf Balkonen, in Innenhöfen und entlang der Treppen alles zum Leuchten.

Collonges-la-Rouge

Das Dorf der 25 Türme ist einer der Top-Spots im Dordogne-Tal. Die in rotem Sandstein errichteten Gebäude machen den Charme dieses Dorfes aus. In den Gassen finden Sie zahlreiche kleine Souvenirläden und Ateliers, die Kunsthandwerk anbieten. Wer müde ist, sucht sich ein schönes Plätzchen, um einen Apéritif zu genießen, etwas zu essen und dazu einen Vin Paillé zu trinken.

Curemonte

Curemonte erstreckt sich entlang eines Grates mit Blick auf die Täler von Sourdoire und Maumont. Vom Hügel aus haben Sie einen wunderschönen Blick auf die umliegende Landschaft. Drei Kirchen und drei Schlösser (alle in Privatbesitz und nicht zu besichtigen) hat das Dorf, außerdem eine Stadtmauer, mittelalterliche Adelshäusern, hübsche Plätze und Brunnen. Bringen Sie etwas Zeit mit, um die lokalen Spezialitäten zu kosten, zum Beispiel den Löwenzahnlikör, die Löwenzahnmarmelade oder das hier gebraute Bier. Im Sommer findet jeden Mittwochabend findet ein Nachtmarkt mit Barbecues statt.

Städte, Märkte, Festivals

Wenn Sie unterwegs sind in der Region, lohnt sich ein Abstecher zu den mittelalterlichen Städten. Viele liegen direkt am Wasser und waren früher Teils des Flusshandels mit den Gabares. Besuchen Sie die typisch französischen Wochenmärkte und informieren Sie sich vorab über Food- und Jazzfestivals, die hier regelmäßig stattfinden.

Martel

Martel, die Stadt der sieben Türme, liegt in der Nähe von Rocamadour. Im Mittelalter war Martel bekannt für sein Handwerk und den Handel mit Salz und Wein. Aus dieser Zeit sind viele Häuser erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde Martel zum Zentrum des Trüffelhandels. Aus dieser Zeit stammt der Dampfzug „Truffadou“, der auf einem kleinen Teil der alten Strecke verkehrt. In den Restaurants erhalten Sie bis heute köstliche Gerichte mit Trüffel. Sehr beliebt ist der Markt auf der Place de la Halle (immer mittwochs und samstags), der unter einem riesigen Kastanienholzdach stattfindet, das auf Steinsäulen ruht.

Beaulieu-sur-Dordogne

Beaulieu-sur-Dordogne ist ein guter Ausgangspunkt, um das obere Dordogne-Tal zu erkunden – und ein hübsches Städtchen mit einem historischen Zentrum, zahlreichen Restaurants, Bars und historischen Sehenswürdigkeiten.

Direkt am Marktplatz befindet sich die Abtei Saint-Pierre mit ihrem aufwendig gestalteten Südportal und dem gotischen Glockenturm. Die zweite bekannte Kirche von Beaulieu, die Chapelle des Pénitents, liegt auf der anderen Seite des Flusses. In der Nähe der Kapelle können Sie auf eine Gabare steigen, ein traditionelles Flachbodenboot, das früher Güter entlang der Dordogne transportierte.

Sollten Sie Beaulieu im Mai besuchen, verpassen Sie nicht das Erdbeerfest, das dann stattfindet. Später im Jahr, also im Sommer, findet jeden Montag ein beliebter Abendmarkt statt. Hier können Sie lokale Köstlichkeiten probieren und Live-Musik hören.

Soulliac-sur-Dordogne

Architektonisch ist Souillac bekannt für seinen Glockenturm und die berühmte Abtei Sainte Marie aus dem 12. Jahrhundert, einem wichtigen Gebäude im byzantinisch-romanischen Stil.  Direkt vor der Abtei findet jeden Juli ein bekanntes Jazzfestival (Verlinkung zum Veranstaltungskalender) statt.

Ebenfalls einen Besuch wert ist das Museum der Automaten mit der größten Sammlung von „Automaten-Spielzeug“ des 19. und frühen 20. Jahrhunderts  in Europa. Wenn Sie ein Mitbringsel suchen, sind Sie in der Destillerie La Vieille Prune richtig. In diesem Familienunternehmen erhalten Sie köstliche Destillate aus regionalen Produkten wie Pflaumen oder Walnüssen. Besuchen Sie außerdem das zur Destillerie gehörende Museum.

Argentat-sur-Dordogne

Mittelalterliche Häuser und Herrenhäuser aus dem 15. Jahrhundert begleiten Sie auf Ihrem Spaziergang durch diese reizvolle Stadt, die vom 17. bis 19. Jahrhundert ein wichtiges Handelszentrum war. Auch von hier aus können Sie eine Fahrt mit einer Gabare unternehmen. In der Nähe von Argentat befinden sich frühere Goldminen, in denen bis Anfang der 2000er Jahre Gold gefördert wurde – etwa zwei Tonnen pro Jahr. Wenn Sie oder Ihre Kinder etwas Französisch verstehen, können Sie bei den Veranstaltungen des Verbands Pêcheurs d’Or lernen, Gold zu waschen. Oder Sie genießen einfach die Natur: Argentat ist ein guter Ausgangspunkt für anspruchsvolle Paddeltouren im wilderen Teil der Dordogne sowie für Wanderungen und Mountain-Bike-Touren.

Saint-Céré

Stadt Saint-Céré verbindet das Dordogne- und Ségala-Tal mit den Kalksteinplateaus der Causse de Gramat. Die mittelalterliche Stadt mit Fachwerk- und Steinhäusern lädt ein, durch enge Straßen zu bummeln, über Märkte zu schlendern oder entspannt bei einem Glas Wein am Kanal zu sitzen. Wer es lieber sportlich macht, steigt hinauf zum Schloss Saint-Laurent-les-Tours mit seinem schönen Garten. Hier befindet sich das Museum Jean Lurçat, einem Künstler, der die moderne französische Tapisserie begründete. In der Nähe befinden sich außerdem das Schloss von Castelnau-Bretenoux sowie die Grottes de Presque mit dem höchsten Stalagmiten Europas.